Geotextil – flexibles Kunststoffgewebe für etliche Anwendungen im Bau

Geokunststoffe sind in allen Bereichen des Bauwesens zu finden und erlauben auch in sensiblen Anwendungsbereichen wirtschaftliche Bauvorhaben. Beispiele für Geokunststoffe sind Bentonitmatten und Kunststoffdichtungsbahnen. Auch Verbundstoffe und Geozellen gehören in diese Kategorie. Wie Geokunststoffe allgemein finden auch die innovativen Geotextilien bevorzugt im Bauwesen ihre Anwendung.

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Geotextil wird im Hoch-, Tief-, Garten- und Landschaftsbau zur Befestigung, zum Schutz von Untergründen oder als Drainage verwendet. Die flexiblen und wasserdurchlässigen Geogewebe, Asphaltarmierungsgitter, Geogitter und Drainagematten haben Hightech-Eigenschaften und können sich sehr gut an unebene Oberflächen anpassen. Sie sind extrem stabil und haben oft eine ganze Reihe von Funktionen. Ob Erosionsschutz, Abdichten, Trennen, Dränen oder Filtern, Geotextilien können für diverse Anwendungen eingesetzt werden, da sie Druck optimal nach unten ableiten. Sie werden als Vliesstoffe oder Maschenware in Bahnen angeboten. Viele Hersteller führen komplette Geotextil-Kollektionen. Nur dank ihrer hervorragenden Materialeigenschaften ist der hohe Qualitätsstandard in der industriellen Fertigung zu halten.

Polypropylen-Vliesstoffe – technisch hervorragende Systemlösungen

Für Vliesstoffe aus Polypropylen gibt es im Bauwesen schier unbegrenzte Einsatzmöglichkeiten. Sehr gerne werden sie für Filter- und Schutzanlagen im Verkehrswege- und Strassenbau verwendet, denn sie sind zur Böschungssicherung ideal. Je nach Struktur helfen sie bei der Filterung, Trennung oder Schutz von Bauvorhaben. Die Textilien aus thermisch behandelten Kunststofffasern werden mechanisch gefestigt, um eine bestimmte Robustheitsklasse zu erreichen. Durch die Oberflächenbehandlung bekommen die Bahnen auch ein günstiges Packmass. So reduzieren sich auch die Transport- und Lagerkosten.

Geotextil-Verbundstoffe – ideal zur Entwässerung

Betonitmatten sind geotextile Verbundstoffe und werden seit vielen Jahrzehnten zur natürlichen Abdichtung verwendet. Mit einem speziellen Verfahren macht man aus den dreischichtig aufgebauten Bahnen einen homogenen Baustoff. Man nutzt Geotextil-Verbundstoffe beispielsweise im Wasser- und Deichbau, für Seen, Teiche und Regenrückhaltebecken. Drainage- und Bauschutzmatten sind auch im Gartenbau üblich. Dank geringer Dicke wiegen sie nicht viel und sorgen selbst bei hohem Druck für eine konstante Durchlässigkeit. Tunnel oder Keller bleiben dauerhaft trocken oder Stützmauern können sicher entwässert werden.

Geogitter für besonders sensible Anwendungen

Baukörper zu bewehren ist sicher eine der anspruchsvollsten Aufgaben von Geokunststoffen. Dafür verwendet man in der Regel Geogitter. Sie kommen überall dort zum Einsatz, wo klassische Erdbaumethoden nicht wirtschaftlich sind. Geogitter bestehen ebenfalls aus Polypropylen und wurden speziell für die Flächenstabilisierung entwickelt. Die Gitter mit versteiften Knoten sind äusserst widerstandsfähig und langlebig. In Verbindung mit der Trageschicht bilden sie eine nahezu homogene Einheit, die Kräfte optimal ableitet, indem sie die auf sie einwirkenden Lasten auf die gesamte Fläche verteilen.

Polypropylengewebe – bewehren und trennen in einem

Polypropylengewebe setzt man überall dort ein, wo neben einer Filterfunktion auch eine Bodenbewehrung erwünscht ist. Stabile, hochwertige Polypropylengewebe erhöhen die Tragfähigkeit von Untergründen und werden hauptsächlich im Wege- und Strassenbau benötigt. Kunststofffliese mit hoher chemischer Beständigkeit können auch in Böden und hohem pH-Wert genutzt werden. Zur Herstellung dieser Gewebe schneidet man aus Polypropylenfolien schmale Bänder aus und verbindet sie fest mittels Webtechnik. Das Geotextil hat nun, wie jeder Webstoff, Kett- und Schussfäden in unterschiedlicher Ausrichtung. Im Verkehrswegebau haben Ingenieure häufig damit zu kämpfen, dass der Untergrund nicht ausreichend tragfähig ist. Um dieses Problem zu beheben, müssen die Lasten entweder auf tiefere Schichten übertragen oder die Eigenschaften des Untergrundes verbessert werden. Die traditionelle Möglichkeit, Baugrund zu stabilisieren, ist der Austausch des Bodens. Diese Methode ist jedoch zeitaufwändig und kostspielig. Geotextil ist eine deutlich günstigere und einfache Alternative zur Tragfähigkeitserhöhung von gebundenen oder nicht gebundenen Unterbauten.

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